Nie meeehr - Dritte Liga !?

Nun besteht zwar aktuell nicht die Gefahr, dass unsere beiden ersten Handballmannschaften aus der Oberliga in die Dritte Liga aufsteigen, aber die Saison ist noch lang, und man weiß ja nie, was noch so passiert. Da kommt die Nachricht, dass sich die Verantwortlichen des DHB mal wieder neue Standards für die Dritte Liga ausgedacht haben gerade rechtzeitig, um sich ernsthaft Gedanken darüber zu machen, wie man diese - im Falle eines Aufstiegs - finanzieren soll. Aber bald ist ja auch wieder Karneval und wenn den Oberliga-Vereinen bis dahin nichts eingefallen ist, können sie ja dann vielleicht gemeinsam anstimmen: "Wer soll das bezaaahlen, wer hat so viel Geld, wer hat..." Was Obelix dazu sagen würde, ist übrigens auch schon durchgesickert: "Die......., die Römer!"

Waschbecken, Tablets und Doping-Beauftragte: Die dritte Liga will Hallenstandards einführen

Ein interner Entwurf für neue Hallenstandards in den dritten Ligen sowie der A-Jugendbundesliga, der derzeit bei den ersten Clubs angekommen ist, sorgt derzeit für einigen Gesprächsstoff. Die in diesem ersten Entwurf enthaltenen Mindeststandards gehen vielen der Vereine zu weit. Am Wochenende soll der Entwurf erstmals diskutiert werden, wir stellen einige Inhaltspunkte vor. Dem Vernehmen nach wird es in den abschließenden Standards allerdings einige Reduzierungen der Vorgaben geben.

Hallenstandards, also detaillierte Vorgaben über die Organisation und Durchführung von Spielen weit über die bislang bekannten einfachen Durchführungsbestimmungen hinaus gab es bislang nur in den Eliteligen von HBL und HBF. Aus dem Bereich der HBL hat nun Horst Keppler, Spielleiter der dritten Liga, zahlreiche Bestimmung übernommen und will diese am kommenden Wochenende mit den Klubs besprechen. Hintergrund ist, in 3. Liga und A-Jugend-Bundesliga entsprechende Mindeststandards zu definieren.

Der zwanzigseitige Entwurf beinhaltet genaue Angaben rund um den Spielbetrieb. So werden beispielsweise "vedunkelbare" Fenster gefordert - "um eine Blendung durch das Sonnenlicht zu vermeiden". Passage 2.2 legt fest, dass "die Blöcke der Heim- und Gästefans (...) möglichst weit voneinander entfernt sein" müssen. "Ggf. ist ein geschützter und eigener Zugang zum Gästefanblock einzurichten und der Gäste-Fanblock durch Ordner zu sichern. Bei Spielen mit erhöhter Ausschreitungsgefahr ist Polizeipräsenz erforderlich."

Auch weitere Details wie eine Mindestlichtstärke von 300 Lux wird festgelegt, eine abschließbare Umkleidekabine eingefordert: "Die Bänke (inklusive Garderobenhaken) müssen ausreichend Platz für mindestens 20 Personen haben. In der Umkleidekabine muss zusätzlich Platz für einen Massagetisch sowie mindestens 2 Stromanschlüsse vorhanden sein. Direkt an den Umkleidekabinen anschließen müssen sich sanitäre Anlagen mit mindestens 4 Duschen und einem WC mit Waschbecken."

Auch an technische Voraussetzungen denkt das Papier: "Sekretär und Zeitnehmer benötigen einen eigenen Raum, separat von den Umkleidekabinen der Schiedsrichter. In diesem Raum müssen ein Tisch mit dazugehörigen Stühlen, ein DIN A4 Laserdrucker und ein stabiler Internetanschluss (WLAN oder LAN) vorhanden sein", heißt es unter Punkt 2.8., zudem wird eine technisch hochmoderne Anzeigetafel verlangt, Punkt 3.6. sagt: "Für den elektronischen Spielbericht ist mindestens ein 13,3“ Tablet-PC zur Verfügung zu stellen."

Das Vorhandensein eines Doping-Raumes ist ebenso Bestandteil des Kataloges wie die Überwachung der "Laufwege der am Spiel beteiligten Personen" durch Ordner. Eine Sicherheitszone muss eingerichtet werden: "Um die Spielfläche muss eine Sicherheitszone von 2m hinter Tor- und Torauslinie und 0,5m neben den Seitenlinien vorhanden sein. Die Sicherheitszone muss während des gesamten Spiels von Geräten (auch Werbebanden!) und Personen frei sein. (...) Bei Hallen ohne Zuschauerplätzen hinter Tor- und Torauslinie muss der Abstand mind. 1,50m zur Wand betragen. Die Hallenwand muss dabei auf der kompletten Länge mit mindestens 10cm dickem Schaumstoff (oder ähnlichem) abgedeckt bzw. gesichert sein."

Auch ihre Mitarbeiterzahl werden Vereine zukünftig nach dem Willen des Entwurfs deutlich steigern müssen. 14 Mitarbeiter sollen benannt und im Ligaergebnisdienst SIS öffentlich einsehbar hinterlegt werden. Darunter auch Funktionen wie ein "Pressereferent", ein "Marketingmanager" und ein "Jugendkoordinator" sowie ein "Anti-Doping-Beauftragter". Besonders ins Detail geht der Entwurf bei den Werberichtlinien. Auf fünfeinhalb Seiten gibt der Entwurf - analog zu den im Profibereich der HBL geltenden Vorgaben - exakte Richtlinen für Werbemaßnahmen der Klubs vor.

Unter anderem heißt es da: "Werbung darf nicht leuchtend, fluoreszierend, dreidimensional oder spiegelnd gestaltet werden. Werbung darf sich nicht bewegen, rotieren oder in irgendeiner Weise verändern." Weiter wird ausgeführt: "Werbung soll maximal drei der folgenden Punkte enthalten: einen Firmennamen oder Produktnamen, ein Firmenlogo, ein einzelnes Substantiv, das ein Produkt oder eine Dienstleistung beschreibt, ein einfaches Bild, das ein Produkt oder eine Dienstleistung darstellt. Besonders Werbeslogans sollen auf solchen Werbeträgern nicht abgebildet werden."

Auch der Einsatz von Werbeflächen auf oder neben dem Spielfeld wird genauestens geregelt. Um die avisierten Regelungen auch durchzusetzen, beinhaltet der Entwurf zahlreiche Sanktionierungsmöglichkeiten. So könne der DHB bei allen Spielen Spielaufsichten ansetzen, die Verstöße gegen diese Hallenstandards anmahnen können und deren Anweisungen Folge zu leisten sei.

"Zusätzlich kann der DHB 2 Mal pro Jahr Hallenstandards-Prüfer zu Lasten der Vereine beauftragen", sagt Punkt 10.2 aus, "Bei Verstößen, die zu Strafzahlungen führen, kann der DHB weitere Prüfungen, ebenfalls zu Lasten der Vereine, ansetzen. Der Tagessatz pro Prüfer beträgt 100,- Euro zzgl. Reisekosten und gegebenenfalls Übernachtung. Eine Bestrafung im Nachhinein, beispielsweise durch das Heranziehen von Fernsehbildern, ist ebenfalls möglich." Außerdem seien Geldstrafen "gemäß § 25 Abs. 4 RO des DHB in Höhe von bis 15.000,00 Euro, Spielaufsicht und Hallensperre" möglich.

Auch andere Verstöße könnten Klubs fortan teuer zu stehen kommen. So kann eine Störung oder ein Ausfall des elektronischen Spielberichts bis zu 1.000,- Euro kosten, eine fehlende Hallenboden-Markierung bis zu 5.000,- Euro, Verstöße durch den Hallensprecher schlagen mit bis zu 5.000,- Euro zu Buche und das Nichttragen eines Ausweises mit dem sich die Offiziellen auf der Bank ausweisen, bis zu 1.000,- Euro kosten. Auch das Nichthochladen eines Videos auf der Austausch-Plattform der Klubs kann eine Strafe bis zu 1.000,- Euro nach sich ziehen.

Quelle Handball-world.com

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